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Masha Qrella, Scotch & Water

Beschreibung

Ein Abend mit zwei Konzerten:

19.15 Scotch & Water
20.30 Masha Qrella

Pünktlicher Beginn wegen des anschließenden Hafenkino Open Air.

Open Air Bühne - bei jedem Wetter.

Scotch & Water

Diese Band spielte schon einmal im Hafen 2 und wir waren begeistert. Dieses Frühjahr sollten sie in der Brotfabrik spielen, was der Pandemie zum Opfer fiel. Wir hoffen, hier einen adäquaten Ersatz bieten zu können!

"2017 im urbanen Hamburg gegründet, überrascht das Quintett auf seiner Facebook-Seite dann doch mit folgendem Vorschlag: „Scotch & Water sollte man am besten hören, wenn man mit einem alten Wohnmobil durch einen diesigen, verlassenen Wald fährt und sich dabei so einsam wie nur möglich fühlt. Diese Lieder sind von brutaler Ehrlichkeit und verhalten-hoffnungsvollen Gefühlen. Nehmt euch Zeit dafür, atmet sie ein und atmet sie aus.“ Auf ihrer Debüt-EP „Never Enough, Always Too Much“ entdeckten Rezensenten durch zeitgemäße Grooves gemilderte 70-er Jahre-Einflüsse in psychedelischen Gitarren-Texturen, funkigen Beats und atmosphärischen Tempi.

Eines sind Scotch & Water in ihrer gewollten Diversität nicht: vorhersehbar. Als sie im vergangenen Jahr in der Haldern Pop Bar auftraten, wurde das Quintett mit Samira Christmann (Gesang), Hansjakob Wedemeyer (Gitarre), Max Quentmeier (Bass), Lasse Weinbrandt (Drums) und Dennis Bajer (Produzent und Toningenieur) als „frische Brise aus der Hansestadt“ angekündigt. „Dass es so gut läuft kann man an den facettenreichen Mitgliedern der Band festmachen. Samira Christmanns charaktervoller Gesang bleibt im Kopf und man spürt die Sehnsucht, die ihre Stimme da hervorbringt. Die Songs entwickeln sich und zeigen vielmehr einen Geschichtsverlauf als eine Momentaufnahme auf.“ (entnommen: Brotfabrik.de)


Stroll and sprint. Lingering and setting out. Melancholic reminiscence, but always looking forward - dual opposites have been a common thread running through the work of the Hamburg indie/dreampop band Scotch & Water ever since their foundation in 2017, and it is precisely this field of tension in witch their debut album "Sirens" resonates.

The four-piece skillfully plays with the tempo and perspectives of its listeners and promises to appeal to vinyl lovers of the first hour, witnesses of the New Wave revival of the early 2000s as well as children of the new millennium. Scotch & Water confidently weaves influences from Fleetwood Mac to Arcade Fire to Bon Iver or The War on Drugs into multifaceted and complex soundscapes. It's a confidence the four draw from the speed of the early successes of their mere three years in existence.

Floralia
https://youtu.be/WOOqMH5E_RA

Moving On
https://youtu.be/1Ti4mQKlCx0

Fear
https://youtu.be/xHDDK1PLD4Q

War
https://youtu.be/dc9BQd6F6Yc

Album Teaser
https://youtu.be/TXZ1_ufzMnQ

Band-Page
https://scotchandwater.de/

Facebook
https://www.facebook.com/ScotchAndWaterBand/

Beginn 19.15 Uhr.

Masha Qrella

Als Masha Qrella 1975 als Mariana Kurella in Ost-Berlin geboren wird, ist der Schriftsteller, Dramatiker und Regisseur Thomas Brasch bereits 30 Jahre alt und steht kurz davor, per Ausreiseantrag in Folge einer Resolution gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann die DDR zu verlassen. Im Jahr darauf kehren er, seine damalige Freundin Katharina Thalbach und ihre Tochter dem Land den Rücken. In der alten BRD wird er mit Preisen für seine Film- und Theaterarbeiten ausgezeichnet und gefeiert. In der wiedervereinigten Bundesrepublik stirbt Thomas Brasch nach turbulenten Jahren schließlich 2001 an Herzversagen. Masha Qrella gilt zu diesem Zeitpunkt bereits als Hoffnung der neuen Berliner Musikszene zwischen den Clubs Galerie Berlin-Tokyo und Maria am Ostbahnhof. Sie spielt in Bands, die Mina oder Contriva heißen, und bietet mit ihrer Musik das Berliner Postrock-Pendant zu dem, was zeitgleich in London oder Chicago von Bands wie Stereolab oder Tortoise gespielt wird. „Unsere Musik kam ohne Worte aus, sie war eine Fahrkarte in den Westen“, sagt sie später über diese Zeit. Masha genießt den raschen Aufstieg und glaubt, verliebt in die Musik, an die Verheißungen des westlichen Popbetriebs. Weltweite Touren und gefeierte Solo-Alben - mit ihrem unverkennbaren zauberhaften Gesang - bei Monika Enterprises und Morr Musik folgen. Aber mehr und mehr schleichen sich Zweifel ein: „Meine Ehrfurcht vor der westlichen Popkultur war plötzlich verschwunden, meine Zweifel am System waren immer größer geworden. Wir sehnen uns nach Utopien, nach Frei- und nach Zwischenräumen. Stattdessen bekommen wir nur noch Verwertbarkeit und Verkaufsstrategien als Antwort!“ Dieser desillusionierte Blick auf die Welt – auch diesseits der Popwelt – hat sicher auch mit der Entwicklung ihrer Heimatstadt Berlin zu tun, in der die Künstlerin seit ihrer Geburt lebt. Die deutsche Hauptstadt, in der heute in den Entscheidungs- und Machtpositionen tatsächlich fast ausschließlich Zugezogene aus dem alten Westen zu finden sind. Übersiedlerinnen, für die Berlin mal ein großer Sehnsuchts – und Zufluchtsort war. Ein anarchistischer Ort als willkommene Alternative zur spießigen Bonner Republik der Eltern und Großeltern da drüben. Und das alles ohne Karriereplan. Long gone.
„Woanders“ heißt nun das erste deutschsprachige Album von Masha Qrella, das am 19.02.2021 erscheint. Der Tag der Veröffentlichung ist nicht zufällig gewählt, es wäre der 76. Geburtstag von Thomas Brasch gewesen, von dem alle Texte auf diesem Album stammen. Entdeckt hatte Masha ihn durch den Roman „Ab jetzt ist Ruhe“, den Thomas‘ Schwester Marion Brasch 2012 veröffentlicht hatte: „Die persönliche Perspektive der Autorin kam mir sofort bekannt vor. Eine Familiengeschichte der DDR aus Perspektive der kleinen Schwester. Ich erwachte wie aus einer Amnesie! Das war auch meine Geschichte: Meine Perspektive und meine Vergangenheit! Ich hatte ja sogar meinen Namen geändert, um nicht auf meine Ostidentität reduziert zu werden. So begann ich die Texte von Thomas Brasch zu lesen. Deutschsprachige Texte, die mich einfach nicht mehr losließen!“
Masha Qrella beschloss aus diesen Gedichten Popsongs zu machen. Aufgenommen wurde das Album gemeinsam mit der Berliner Schlagzeug-Legende Chris Imler und dem Multi-Instrumentalisten Andreas Bonkowski, die mit Masha gemeinsam den für sie so typischen Indie-Pop-Sound zwischen New Wave, Electronic und Postrock entwerfen. Zur ersten Aufführung mit diesem Trio kam es indes bereits im Dezember 2019 im Berliner Theater Hebbel-Am-Ufer. Ein magischer Abend, von dem sich die Leute noch heute gerne erzählen. Nun erscheint „Woanders“ endlich als Doppel-Langspielplatte. Die Gäste des Abends sind auch auf dem Album mit von der Partie: Dirk Von Lowtzow singt im Duett mit Masha ein Stück am „Meer“, mit Andreas Spechtl besingt sie die „Maschinen“, Tarwater performen in „Haut“ und dem Song „Märchen“, bei dem sogar Marion Brasch einen Spoken-Word-Auftritt hat. „Wie soll ich Dir das beschreiben? Ich kann nicht tanzen. Ich warte nur. In einem Saal aus Stille. Hier treiben Geister ihren Tanz gegen die Uhr!“, heißt es in den Lyrics zur ersten Single „Geister“. In dem das Stück begleitenden Video der Filmemacherin Diana Näcke sieht man Masha im Garten einer Datsche im Osten der Republik auf einer Hollywood-Schaukel hin- und her wippen. Ein sehnsuchtsvolles Bild. Natürlich handelt „Woanders“ von Utopien, nicht zuletzt aber auch von Tristesse, Depression und grauem Alltag. Davon, nicht so einfach aus der eigenen Haut zu können. „Wer durch mein Leben will, muss durch mein Zimmer“, heißt der Titel einer Thomas Brasch-Gedichte-Sammlung im Suhrkamp-Verlag, der dieses Herzensprojekt von Anfang an tatkräftig unterstützt hat. Nun ist Braschs Leben – in Form seiner Texte – gewissermaßen durch Masha Qrellas Studio in Pankow gewandert. Thomas Brasch hatte sich Zeit seines Lebens immer gewünscht, dass seine Lyrik vertont wird. Und es ist wirklich erstaunlich, wie gut sich seine Texte als Pop-Lyrics eignen. Das ist aber vor allem auch das Verdienst von Masha Qrella, die ihre Interpretations-Künste bereits 2009 mit einem Album von Kurt Weill- und Friederich Loewe-Songs eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte. So oder so ist es ein großes Glück, dass Masha Qrella einst das Buch von Marion Brasch zur Hand genommen hat. „Woanders“ ruft uns allen in Erinnerung, was für ein großer Lyriker Thomas Brasch war, und es zeigt zugleich, welch tolle Musikerin Masha Qrella ist. Brasch scheint ihr mit seinen Texten den Glauben und die Hoffnung an die reinigende Kraft der Pop-Musik zurückgegeben zu haben. So ist „Woanders“ der vorläufige Höhepunkt ihres Schaffens. Ein Meister
innen-Werk! Im November 2021 jährt sich der Todestag von Thomas Brasch zum 20. Mal. Masha Qrella wird mit ihrem Trio versuchen, diese Songs so oft wie möglich auf die Bühnen zwischen Theaterwelt und Clubkultur zu bringen. Für das heimische Zimmer gibt es unabhängig von den akuten Sorgen des Live-Betriebs dieses reichhaltige, lyrisch-dichte, traumwandlerische Album, das uns jederzeit „Woanders“ hinzuführen vermag. Brasch und Qrella?! A match made in heaven.

Woanders
https://youtu.be/TIWNGWmcVmo

Blaudunkel
https://youtu.be/B6UiqFCTIjg

Geister
https://youtu.be/wSo5_aab0kY

Day After Day
https://youtu.be/b6HomuZaeYw

Pale Days
https://youtu.be/gU7J5GnWRzo

Band-Page
http://mashaqrella.de

Facebook
https://www.facebook.com/mashaqrella/

Konzertbeginn 19.30 Uhr

Wann & Wo
Datum & Uhrzeit
Fr, 18.06.2021
Einlass: 19:00
Beginn: 19:30
Venue
Hafen 2
Nordring 129, 63067 Offenbach am Main, Germany
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Veranstalter
suesswasser e.V.
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